Hörbuch: Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt, Stefan Orth/Antje Blinda

BlindaOrthLandebahnCover_end.inddWieder einmal habe ich es mit einem humorigen Hörbuch versucht. „Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt“ gibt kurze gesammelte Anekdoten von Flugzeugreisenden wieder. Dazu kommt die sogenannte „Infobox“, bei der ernsthaftes Hintergrundwissen vermittelt wird, beispielsweise über die tatsächliche Gefährlichkeit des Verkehrsmittels „Flugzeug“ oder über Druckverlust in der Kabine. Die Sprecher sind Stefan Kaminski, Nina West und Thomas Fränzel.

So wirklich weggeschmissen habe ich mich beim Hören leider nicht. Zwar konnte man durchaus ein paar Mal schmunzeln oder sogar den anderen Zugfahrern durch gelegentliches Glucksen auf die Nerven gehen 😉 Doch ich bin wohl zu selten geflogen, um so manches wirklich komisch zu finden. Die verschiedenen Sprecher haben das Ganze sehr lebendig gemacht. Dass jedoch fast jede Anekdote, in der Hauptsache Ansagen aus dem Cockpit, naturgemäß mit den Worten „Meine Damen und Herren…“ begann, hat mich irgendwann ein wenig genervt. Die Infoboxen waren ja ganz nett, haben allerdings in ihrer Ernsthaftigkeit nicht so recht ins Gesamtbild gepasst. Dazu kommt noch, dass das Hörbuch leider ziemlich gekürzt ist und nur eine gute Stunde Unterhaltung bietet.

Vom mittlerweile dritten Nachfolgerbuch,  „Sorry, wir haben uns verfahren“, das ich mir vor ein paar Tagen gekauft habe, verspreche ich mir mehr. Da es um’s Bahnfahren geht, sollte das näher an meine Lebenswelt herankommen. Ich freue mich schon 🙂

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Verlag: Der Audio Verlag * März 2010 * 71 Minuten * 978-3-89813-955-7

Hörbuch: Streiflichter aus Amerika, Bill Bryson

Ich muss gestehen, dass ich bislang noch nie ein Hörbuch angerührt habe. Es war also eine Premiere. Aber beim Zugfahren nach Feierabend ist es schon praktisch, ein wenig die Augen zumachen zu können. Selbst wenn man dann immer mal wieder einnickt und die Hälfte nochmal hören muss 😉

Mein erstes Hörbuch wurde mir von einer Freundin ausgeliehen und stammt von Bill Bryson, laut „Times“ der „witzigste Reiseschriftsteller auf Erden“. Die Lesung war nicht vollständig und bestand aus einzelnen, in der Regel etwa zehnminütigen Kapiteln. Gesprochen wurde das Ganze von Eckart Dux, der deutschen Synchronstimme von Steve Martin. Eine sehr ruhige und angenehme Stimme, die den hintergründigen Humor gut dosiert rüberbringen konnte.

Zum Inhalt: Bill Bryson kehrt nach rund zwanzig Jahren in Großbritannien zurück in die Heimat. Auf diese kann er nun natürlich einen ganz neuen Blick werfen. Liebenswerte und weniger liebenswerte Eigenschaften der Amerikaner werden hier mit einem Augenzwinkern betrachtet und entgehen der spitzen Feder des Autors kaum. Dabei bleibt Bryson relativ ausgewogen in seiner Darstellung und hackt nicht nur auf Humorlosigkeit, mangelnder Bildung oder der hemmungslosen Werbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel herum. Auch die Freundlichkeit und Großzügigkeit eines an sich liebenswerten Volkes werden gerühmt.

Natürlich bedient der Autor hier zahlreiche Klischees hinter denen doch zum Teil sicherlich das berühmte Körnchen Wahrheit zu finden ist. Auf alle Fälle war es genau die richtige „Lektüre“ für zwischendurch. Einige der Anekdoten sind mir auch bis jetzt noch gut im Gedächtnis haften geblieben.

In dieser kompakten Form ziehe ich Bill Brysons Werke auf jeden Fall vor. Zuletzt hatte ich die über 600 Seiten starke „Kurze Geschichte der alltäglichen Dinge“ gelesen, die ohne Frage sehr aufschlussreich, jedoch definitiv an einigen Stellen zu lang war.

Zumindest weiß ich jetzt schon, dass „Streiflichter aus Amerika“ nicht mein letztes Hörbuch bleiben wird. 🙂

Verlag: BMG Wort * 2001 * 3 CDs * 978-3898302739