66 Lieblingsplätze und 11 Winzer. Wiesbaden – Rhein-Taunus – Rheingau, Susanne Kronenberg

9783839211571Zeit für eine Osterrezension. Und euch allen wünsche ich, auch wenn nun fast alles vorbei ist, ein schönes Fest gehabt zu haben! Bei mir stand dieses Jahr viel auf dem „Programm“ und so bin ich ganz froh, heute noch einen ruhigen Tag genießen zu können und den ersten Sonnenbrand des Jahres zu kurieren. 🙂

Passend zum Wetter habe ich die Lektüre meines im Gewinnspiel erworbenen „Lieblingsplatzes“ beendet. Tatsächlich gehörte der Band über Wiesbaden und Umgebung mit zu den ersten sechs Veröffentlichungen in der seit März 2011 existierenden Reise- und Kulturführerreihe des Gmeiner-Verlags.

Der schmale Band hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen, da einerseits nicht alle meine Erwartungen erfüllt wurden, dies andererseits im gewählten Format wohl auch kaum möglich gewesen wäre und definitiv einige schöne Eindrücke hängen geblieben sind.

Auf „nur“ 183 DIN A5-Seiten ein geographisch ausgedehntes und touristisch attraktives Gebiet zu behandeln ist natürlich ein schwieriges Unterfangen. Hier wäre weniger manchmal mehr gewesen. Alle 66 Sehenswürdigkeiten, inklusive ganzer Ortschaften, werden auf nur einer einzigen Doppelseite porträtiert – wobei jeweils die Hälfte von einem großformatigen Foto eingenommen wird. Da bleiben die Beschreibungen auf jeden Fall zu knapp, vor allem, wenn man bedenkt, dass hier auch immer wieder mit literarischen Elementen und Anekdoten gearbeitet wird, was an sich zu begrüßen ist und was ich mir im Vorfeld von der Reihe auch erwartet hatte.

Die Fotos sind in der Regel sehr schön gewählt und machen Lust auf mehr. Dennoch würde man an manchen Stellen gerne noch weitere Bilder sehen und auch zusätzliches Kartenmaterial zur einzigen Übersichtskarte aus der Einleitung wäre wünschenswert gewesen – vor allem, als einige lohnende Wanderstrecken der Umgebung zur Sprache kamen.

Die Auswahl der „Lieblingsplätze“ finde ich recht gelungen, da eine große Vielfalt gewahrt bleibt: Kultur, Natur, diverse Freizeitmöglichkeiten, ganze Ortschaften sowie historische Denkmäler von der Römerzeit über die Rheinburgen bis hinein ins 19. Jahrhundert…Lediglich die „Weinseite“ ist für meinen Geschmack manchmal überrepräsentiert. Allerdings liegt das, mit Blick auf den Rheingau, selbstverständlich auch irgendwo in der Natur der Sache. Schmerzlich vermisst habe ich Burg Eppstein, denn die ist definitiv einen Besuch wert.

Auf jeden Fall habe ich sehr viele Anregungen mitgenommen und schließlich war das Buch vor allem in einer Hinsicht von Nutzen: Als Appetitanreger für künftige Erkundungstouren und freie Wochenenden. Jetzt schon kleben lauter kleine Post-its zwischen den Seiten mit Orten, die ich auf jeden Fall einmal aufsuchen möchte und Events, die lohnend erscheinen. Zusätzliche Informationen kann man sich ja schließlich auch jederzeit noch beschaffen. In den Band von Susanne Kronenberg habe ich aber sicherlich nicht zum letzten Mal die Nase reingesteckt 🙂

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Verlag: Gmeiner * März 20111 * 190 Seiten * 978-3-8392-1157-1

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