Leseupdate: Das Lied von Eis und Feuer – eine Bilanz

Jetzt ist es soweit – 10 herrlich dicke Schwarten liegen hinter mir und das Ende ist vorläufig erreicht.

Natürlich musste ich direkt schauen, ob es Neuigkeiten gibt, was die Fortsetzung anbelangt, aber das kann noch eine ganze Weile dauern *seufz*

Tja… alle, die es gelesen haben, wissen ja, mit was für einem Cliffhanger der letzte Band endet. Das macht das Warten nicht gerade einfacher…

Um es positiv zu sehen: Endlich habe ich auch mal wieder Zeit und den Kopf frei für ganz andere tolle Bücher. Ich habe gestern mit „Une année chez les Français“ weitergemacht, das ich seit Monaten nicht angerührt hatte.

Da mich die Reihe allerdings so lange begleitet hat, ist natürlich ein abschließender Gesamteindruck fällig.

Die Frage, die über allem schwebt, ist: Wird George R. R. Martin diese Reihe überhaupt zu einem überzeugenden Ende bringen können? So sehr ich es auch genossen habe in diese wunderbare Fantasywelt mit den unglaublich zahlreichen Charakteren einzutauchen, so bin ich sicher nicht die einzige, die sich wundert, wie er bloß den Überblick über all diese begonnenen Geschichten und Einzelschicksale bewahren möchte und die Fäden zusammenführen kann. Mittlerweile glaube ich, ungefähr zu wissen, welche Charaktere am Ende übrig bleiben müssten und wer sich da tatsächlich Hoffnung auf den Königsthron von Westeros machen kann und zuletzt lacht. Die unterschwelligen Sympathien des Autors werden doch recht deutlich. Aber ob sich tatsächlich die grundsätzlich guten Charaktere durchsetzen werden oder ob Martin doch eher meint, dass die Welt eben ungerecht ist, das ist noch so eine Frage…Sehr schön finde ich es ja, dass kein einziger der Protagonisten eine absolut reine Weste hat und jeder so seine Schattenseiten mit sich herumträgt.

Jedenfalls konnte ich selten trotz epischer Breite so schwelgen wie bei dieser Reihe: Jede Seite ein Genuss und nie wirklich langweilig. Auch wenn das Tempo bei mindestens zwölf Handlungssträngen pro Buch doch arg leidet und sich die einzelnen Geschichten natürlich nur im Schneckentempo fortzubewegen scheinen. Es war nicht immer einfach nach über 200 Seiten Pause die Fortsetzung direkt nachvollziehen zu können. Da musste man doch so manches Mal zurückblättern. Aber von dieser Art von Komplexität bin ich eigentlich ein Fan.

Da bleibt mir nur die Bitte: Lieber George R. R. Martin, lass dich nicht hetzen und führe die Geschichte(n) anständig zu Ende. Und wenn es dazu noch 100 Bände braucht… das wäre sicher zu verschmerzen. 😉

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