Das Lied von Eis und Feuer (Sturm der Schwerter/Die Königin der Drachen), George R. R. Martin

Das Lied von Eis und Feuer 6 von George RR MartinEigentlich wollte ich ja keine Rezensionen zu den Folgebänden der „Lied von Eis und Feuer“-Reihe verfassen, um die Gefahr von Spoilern zu umgehen. Doch ein paar Leseeindrücke können wohl nicht schaden. Band 5 und 6 habe ich jetzt durch, und diese werden die Grundlage für die dritte (und aufgrund ihres Umfanges zum Teil wohl auch vierte) Serienstaffel bilden, die am 31. März bei HBO anläuft. Auf Deutsch ist das Ganze dann ab 19. Mai bei Sky zu sehen.

Wie gewohnt war ich hellauf begeistert! Band 5 fing ein wenig ruhiger an, nahm jedoch immer weiter Fahrt auf, und Band 6 lieferte schließlich Kapitel für Kapitel große Ereignisse und unerwartete Wendungen. Man muss sich wirklich daran gewöhnen, dass Martin KEINE seiner Figuren heilig ist. Hütet euch also gut davor, euer Herz an jemanden zu hängen. In Band 6 erreicht der Blutzoll definitiv seinen bisherigen Höhepunkt. Daneben wird diesmal viel geheiratet – Insidern zwinkere ich an dieser Stelle mal schelmisch zu -, viel geliebt und einige der Charaktere machen eine überraschende Entwicklung durch.

Noch bedrückender, als die zahlreichen Todesfälle, fand ich jedoch die Menge an bitteren Enttäuschungen und Verrat, die einige der Protagonisten einstecken müssen. Das kann einen stellenweise doch ziemlich mitnehmen. Besonders gelungen finde ich es, wie die Charaktere und Familien immer enger verstrickt werden. So zeichnen sich viele neue Verbindungslinien ab und durch zahlreiche Rückblicke in die Geschichte Westeros‘ wird das gesamte Universum noch weiter erhellt.

Ein Fan von ausschweifenden Schlachtberichten ist Martin nach wie vor nicht, was ich persönlich sehr angenehm finde. Stattdessen stehen wieder die Protagonisten im Vordergrund, ihre Entwicklung, ihre Intrigen, Liebschaften und Konflikte.

Mehr und mehr spielen auch „echte“ Fantasyelemente eine Rolle. Magie wird zu einem entscheidenden Faktor. Träume, Visionen, mysteriöse Wesen und Artefakte müssen von den Menschen in Westeros zunehmend ernst genommen werden. Über den langen Sommer ist vieles in Vergessenheit geraten. Doch wie heißt es so schön: „Winter is coming!“ 🙂

George R. R. Martins opulent ausgestaltete Welt lädt zum Abtauchen und Verweilen förmlich ein. Wie gut, dass noch vier Bände vor mir liegen!

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Verlag: Blanvalet * Paperback * Oktober/Dezember 2011 * 768/832 Seiten * 978-3-442-26846-7/ 978-3-442-26847-4
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