Film und Fernsehen: Das Lied von Eis und Feuer

243_26774_132779_xxlLeider ein bisschen spät, aber dennoch möchte ich kurz über den Game of Thrones-Marathon berichten: RTL II zeigte am vergangenen Wochenende alle Folgen der ersten Staffel.

„Das Lied von Eis und Feuer“ ist ein Phänomen, das erst in den letzten Jahren die ihm gebührende Aufmerksamkeit erfahren hat. Es handelt sich um eine episch angelegte Fantasysaga, deren erster Band bereits 1997 bei blanvalet erschien. Mittlerweile hat Autor George R. R. Martin vier weitere Bände verfasst, wobei Band fünf voraussichtlich im Mai 2012 auf Deutsch erscheinen wird. Achtung, nicht irritieren lassen: Im Gegensatz zur englischen Originalfassung wird im Deutschen jedes Buch in zwei Teilen veröffentlicht.

Zum Lesen bin ich, trotz überschwänglicher Begeisterung einer meiner Kolleginnen, nicht gekommen. Daher war ich sehr neugierig auf die filmische Umsetzung.

Der Schauspieler Sean Bean aus „Der Herr der Ringe“ ist natürlich ein alter Bekannter und transportiert als Ned Stark, Lord von Winterfell, in „Game of Thrones“ eine ganz ähnliche, mittelalterlich angehauchte Atmosphäre. In großartigen Bildern erzählt die Serie die Geschichte des Kontinents Wessos mit seinen sieben Königreichen. Dabei beginnt alles mit einem Blick auf die alles in allem sehr sympathische Herrscherfamilie der Starks, die im hohen Norden für die Sicherheit zuständig ist. Eine gigantische Mauer trennt den Rest des Reiches vom äußersten Norden, hinter der sich im Verlauf der Serie eine übernatürliche Bedrohung zusammenbraut. Doch die Animositäten gegenüber den arroganten, reichen Lannisters sind stärker und der König aus dem Hause Baratheon ist ebenfalls eine streitbare Figur. Dann sind da noch die letzten Nachkommen der Targaryen, die einst über den gesamten Kontinent herrschten und nun versuchen, eine Allianz für ihre Rückkehr zu schmieden. Ganz zu schweigen von zahlreichen weiteren Familien und Akteuren.

Zunächst ist die Vielzahl an Charakteren und Handlungssträngen etwas verwirrend, jedoch stellt sich nach einigen Folgen ein Sog ein, dem man sich kaum entziehen kann. Lügen, Intrigen und Leidenschaften sind die zentralen Elemente und Magie spielt, im Gegensatz zum Herrn der Ringe, nur eine dezente Nebenrolle. Fast hat mich die Serie ein wenig an „Rom“ erinnert, denn es sind auch viele explizite, ungeschminkte Szenen dabei, insbesondere was Sex und Gewalt angeht. Meine Lieblingsfigur ist übrigens der Gnom Tyrion, der trotz seiner Zugehörigkeit zum Hause Lannister und eines derben Humors ein gutes Herz hat (wunderbar gespielt von Peter Dinklage).

Da ich nun eine großer Fan von Rom und Herr der Ringe bin, hat mich diese Mischung restlos begeistern können. Besser geht’s wahrscheinlich nur noch in Buchform 🙂 Der erste Band heißt „Die Herren von Winterfell“ und ist 2010 mit dem Rest der Reihe bei blanvalet neu aufgelegt worden (siehe Abbildung).

Verlag: Blanvalet * Dezember 2010 * 576 Seiten * 978-3-44226774-3
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